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 Betreff des Beitrags: Zuchtverbesserungen
BeitragVerfasst: 13.09.2013, 22:25 
Hallo zusammen,

dank den freundlichen Tipps habe ich mich an die Futtertierzucht gewagt...

Im Moment im "Aufbau" sind:

Bohnenkäfer
Drosophilas
Springschwänze

Bei den Bohnenkäfer habe ich einfach in einer Heimchendose mit Schwarzaugenbohnen und einem Stück Eierkarton und das ganze steht neben einer Lampe (ca. 24-25 °C).

Die Drosophila habe ich in umgebauten 0.5/1 L Flaschen mit einem Stück Damenstrumpf als Deckel. Gefüllt sind sie mit einer etwa 2-3 cm hohen Schicht Namiba Terrarium Drosophila Zuchtkonzentrat (Erfahrungen?) und auf dem Substrat sind Eierkartons. Temperatur +/- 22 °C.

Die Springschwänze habe ich auf feuchtem (zuerst sterilisiertem) Torf. Gefüttert wird mit Sera "vipan" ein Hauptfutter für Zierfische, welches grob zerkleinert auf die Erde gegeben wird (Wie viel?). Die Box ist etwa 40x20x15cm. Die Dose hat einen Deckel und wird bei etwa 22 ° gelagert. Es sind tropische Springschwänze!

Wie lange muss ich jeweils warten?
Habt ihr Verbesserungen? Bin Froh um jeden Schritt näher zur Produktivität!

Danke vielmals und liebe Grüsse,
Tim Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Zuchtverbesserungen
BeitragVerfasst: 14.09.2013, 18:38 
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Registriert: 10.05.2012, 21:09
Beiträge: 41
Wohnort: Sulzbach an der Murr
Hi,

mit den Mischungen für die Drosophila hatten viele Probleme bei der Aufzucht von Gottesanbeterinnen.
Es gab da ziemlich viele Ausfälle.

Die Vermutung damals war, dass pilzhemmende Mittel zum Tod vieler Larven führten.
Die Reptilien- und Froschzüchter hatten scheinbar keine Probleme mit den Drosos aus Fertigmischungen.

Jemand kam auf die Idee Instant-Kartoffelbrei für die Zucht zu verwenden.
Das Rezept nutze ich heute noch.
Die Entwicklung verläuft dabei nicht so explosionsartig und man hat länger was vom Ansatz.

Bei Interesse kann ich das Rezept einstellen.

Grüße
Marco


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 Betreff des Beitrags: Re: Zuchtverbesserungen
BeitragVerfasst: 14.09.2013, 18:55 
Hallo Zusammen,

Bin auch nicht so begeistert von dem Pulver... Es hat jetzt ein cm-dicke Schicht Schimmel auf den Substrat.

@Marco
Meinst du dieses Rezept? http://www.gottesanbeterin-forum.de/boa ... oard12-ernährung-futter-futtertiere/115-zuchtanleitung-für-drosophila/#post361
Wenn nicht, dann würde ich sehr gerne auch deins hören!

Was ist das beste Futter für Springschwänze? :?:

Grüsse,
Tim Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Zuchtverbesserungen
BeitragVerfasst: 14.09.2013, 21:36 
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Registriert: 10.05.2012, 21:09
Beiträge: 41
Wohnort: Sulzbach an der Murr
Hi,

ja die Sache mit dem Schimmel...
Es gibt drei Hauptursachen für den Schimmel:
- zu wenig Fliegen beim Start
- Verunreinigung beim Ansetzen
- "unbehandelte" Holzwolle

Ein bisschen Schimmel macht aber nichts. Die Maden ernähren sich von Hefepilzen und fressen auch den Schimmel.
Schimmel weist eine gewisse Toxizität auf, weshalb er nicht Überhand nehmen sollte.

Das Rezept von mir hatte ich ziemlich ähnlich, aber andere Mengen bei den Bestandteilen:

- 1 Tüte Trockenhefe (lasse ich ganz weg - Drosophila bringt den Hefepilz mit)
- 1 Tüte Instant-Kartoffelbrei (sind insgesamt 3 Tüten in einer Packung)
- 3 EL Zucker
- 1 TL Salz
- 150 ml Apfelessig
- 350 ml Wasser
- 6 Feinkostbecher (500 ml) - unten dazu mehr...
- gekochte und getrocknete(!) Holzwolle (Schimmel wird abgetötet)

Anfangs hatte ich auch Trockenhefe verwendet, allerdings haben sich dann immer trockene Hefeklumpen im Teig gebildet, an den die Drosophila-Maden nicht ran gegangen sind.

Essig und Wasser verrühren. Salz und Zucker darin auflösen, danach Kartoffelpulver einrühren.
Auf insgesamt 6 Feinkostbecher verteilen, aber ca. 6 EL des Gemischs zurückhalten.
Den Rest mit Essig etwas verflüssigen, kurz aufkochen und mit einem Löffel vorsichtig als "Estrich" in die Becher geben.
Das verhindert eine rissige Oberfläche und Schimmel. Holzwolle oben drauf.
Reichlich(!) Drosophila aus einem milbenfreien (wenn es denn so etwas überhaupt gibt) Ansatz rein und Deckel drauf.

Vorbereitung der Deckel:
In die Deckel der Feinkostbecher schneide ich oben ein rechteckiges Loch und mache zusätzlich mit einem Locher ein weiteres Loch.
Das rechteckige Loch verschließe ich mit Pflanzenvlies, das ich mit Silikon einklebe.
Das kleine Locher-Loch wird mit einem Stück Spülschwamm verschlossen. Aus diesem können später mit dem Salzstreuerprinzip oder einem Exhaustor Drosophila entnommen werden.

Der Aufwand mit dem Deckel lohnt sich, wenn ihr die Deckel wascht und wiederverwendet.

Die einzelnen Dosen verteile ich mit großem Abstand im Terrarienzimmer. So wird eine Ausbreitung von Milben minimiert.

Grüße
Marco


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 Betreff des Beitrags: Re: Zuchtverbesserungen
BeitragVerfasst: 28.12.2013, 02:22 
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Registriert: 26.03.2012, 16:32
Beiträge: 76
Wohnort: Berlin
Hallo,
vielleicht hilft es ja noch einem... so aufwendig muss der Brei für die Drosophila nicht angerührt werden. Als ich noch Frösche züchtetete, nutze ich folgende Mischung für kleine Fruchtfliegen:

- Haferflocken / Köllnflocken, in Kaffeemühle fein gemahlen
- Apfelmus
- Apfelessig
- Multivitaminsirup für Kinder (nur ein paar Tropfen)
- Trockenhefe (gibt es als 500g Packung sehr günstig)

Die Becher wurden gut 2cm mit gemahlenen Haferflocken befüllt, etwas Apfelmus dazu und dann unter ständigen rühren mit Apfelessig auffüllen bis ein zähflüssiger Brei entsteht. Zum Schluss ein paar Tropfen Vitamine und etwas Trockenhefe dazu. Ich habe den Brei immer gleich im Becher mit einem langen Löffel angerührt, so spart man sich den Abwasch. Darauf kamen 2 Blätter Küchenpapier. Zur Abedeckung nahm ich eine doppelte Lage sehr feinen Gardinenstoff (2m x 4m kosteten ca. 10€), der mit einem Gummiband fixiert wurde. Nach ein paar Stunden geht der Brei dann auf und füllt den Becher 3-4cm hoch. Nun können die Fliegen rein. Der Geruch ist nicht gerade angenehm... Mit Schimmel hatte ich selten Probleme. Der kam meistens erst als die meisten Fliegen schon wieder gestorben waren. Aber die Becher sollten eh binnen 2-3 Tagen nach dem Schlupf verfüttert werden.

Derzeit züchte ich für meine Geckos gar keine Fliegen. Es gibt bessere Futtertiere. Die Fliegenbecher riechen recht streng, ziehen wilde Fruchtfliegen an und Milben hat man auch ständig. Der Aufwand hält sich ja in Grenzen aber der Nutzen auch. Vorallem die Milben bin ich leid.

Viele Grüße,
Robert


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